Auf Wiedersehen

Dass immer mehr Postings überflogen werden, stimmt uns zur Weihnachtszeit nebst nachdenklich auch aufs Christkind ein – den traditionellen Überflieger mit gekraustem Engelshaar und goldenem Flügelschlag. Reif an Jahren und jung im Geist wissen wir heute: das, was das Christkind tut, ist einfach, aber kraftvoll. Es lehrt uns schon in Kindesjahren, an etwas zu glauben, dass wir weder sehen, noch berühren können. Wir schreiben deshalb heute einmal mehr vom Frieden, den wir verbindlich nicht nur als Abwesenheit von Krieg definieren, sondern vielmehr als Hoffnung, Respekt und Empathie füreinander. Unkonventionell ist es heute für uns nicht von Bedeutung, ob die Kugeln auf oder am Weihnachtsbaum hängen und ob sie in Rot, rot oder roter Farbe glitzern.
Heute wünschen wir uns einfach, dass wir Menschen metaphorisch vor Mobiltelefone gereiht werden – und das bitte nicht nur beim Aussteigen aus dem Auto. Weil Veränderung nunmal im Kopf beginnt, nicht im Kalender mit Jahreswechsel.
Heute wünschen wir uns, dass wir den vielen undefinierten Katastrophengeschwurbeln des sich zu Ende neigenden Jahres gemeinsam Einhalt gebieten und krähen daher auch zur stillen Weihnachtszeit laut mit den Hähnen statt mit den Wölfen zu heulen. Der Alltag ist ohnehin eine Sau, meinte Tobias Moretti in einem Interview mit „Die Zeit“, man müsse aufpassen, dass er nicht alles auffrisst. Schon gar nicht unseren inneren Seelenfrieden. Der ist uns nicht nur zu Weihnachten heilig. Das, was er bewirkt, ist nämlich mehr als die Komparation von „viel“.
Friedliches Fest, erholsame Feiertage von allerlei Alltag und nur das Allerbeste fürs neue Jahr!

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Von | 2025-12-22T18:51:17+00:00 22. Dezember 2025|Tags: |