Während in diversen Gegenden Österreichs Bagger für neue Rechenzentren auffahren, (hinter)fragen wir derweilen, wann diese gigantischen digitalen Monstren von der nächsten technologischen Revolution wieder zum alten Eisen erklärt werden. Laut Expert*innen soll das ja nicht einmal zwanzig Jahre dauern. Eine Prognose – vielleicht. Aber eine, die in jedem Fall aufzeigt, wie wenig nachhaltig wir heute noch immer mit Ressourcen umgehen, deren Einsatz morgen schon niemand mehr zu rechtfertigen weiß.
Wir bei ImPressRoom leisten unseren Beitrag. Zum einen lassen wir beim Texten lieber unsere vielen Hirnzellen rauchen als endlos Stromzellen zu brauchen. Zum anderen weichen wir einmal mehr nicht vor dem scheinbar Unpopulären zurück und verabschieden uns – zumindest für die Agentur – von der Pflicht zur permanenten digitalen Sichtbarkeit. Die sozialen Medien sind uns unsozial genug geworden. Was einst als Einladung zum Austausch gedacht war, ist längst ein Dauerfeuer aus Meinungen und werbefinanzierten Inhalten. Ab sofort bespielen wir ausschließlich unseren Owned-Media-Kanal „Kommentarlos“, um zu zeigen, was uns gerade beschäftigt. Kein tägliches Mitmischen im digitalen Aufmerksamkeitswettbewerb, kein reflexartiges Posten, nur damit der Algorithmus nicht vergisst, dass es uns gibt.
Wir wollen dort bleiben, wo Kommunikation nicht bloß Reichweite, sondern Wirkung entfaltet. Bei den Menschen. Ohne Bildschirm dazwischen. Mitnichten verteufeln wir den technologischen Fortschritt. Aber nicht alles, was möglich ist, ist auch notwendig. Und nicht alles, was Aufmerksamkeit bekommt, verdient sie auch. Wir halten es für dringlich, gelegentlich auch innezuhalten. Vielleicht ist das unser kleiner Beitrag zur Entschleunigung.
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