Herausforderungen im Journalismus

Journalismus und PR arbeiten vorzugsweise unabhängig, dennoch eng zusammen. Das „Journalisten Barometer 2019“ zeigt wie ähnlich die täglichen Herausforderungen sind. Die Erhebung des Marktforschungsinstitutes Marketagent und der PR-Agentur Ecker & Partner untersucht laut einer OTS der APA die Arbeitsbedingungen von Journalistinnen und Journalisten, ihren Umgang mit Sozialen Medien und geht der Frage nach, wie Journalismus in Zeiten von Fake News und Message Control seine Funktion als vierte Gewalt im Staat erfüllen kann. Befragt wurden 511 Journalistinnen und Journalisten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Als größte Herausforderungen erweisen sich der zunehmende Zeitdruck (72%), die tägliche Informationsflut (57%) und die aufwendige Aufbereitung der Inhalte für unterschiedliche Kanäle (48%). Jeder Dritte hat Probleme, falsche Nachrichten als solche zu erkennen. Besonders kritisch stufen mehr als die Hälfte der Befragten (59%) die Erfüllung der Kontrollfunktion der Medien als vierte Gewalt im Staat ein. Nicht zuletzt aufgrund der Sozialen Medien sei es zunehmend schwieriger diese zu gewährleisten: Die Netzwerke werden als nützliches Recherche-Instrument gesehen, zunehmend aber auch als Konkurrenz (40%). Beinahe jede Journalistin/jeder Journalist (96%) nützt zumindest einen Social-Media-Kanal zur Recherche. Was nicht verwundert, da Parteien sowie Politikerinnen und Politiker ihre Infos im Netz verbreiten und tunlichst objektiv geprüft und hinterfragt werden sollen. 77 Prozent der befragten Journalistinnen und Journalisten verbreiten eigene Beiträge in Sozialen Medien, über Facebook (69%), Twitter (29%) und Instagram (27%). Interessant und einigermaßen befremdlich finden wir, dass YouTube für Recherchezwecke (68%) an erster Stelle liegt.

Trotz all dieser Herausforderungen würden 87% der befragten Journalistinnen und Journalisten ihren Beruf erneut ergreifen. Besonders zufrieden sind sie mit der Art ihrer Tätigkeit (87%), der inhaltlichen Vielfalt des Jobs (83%) und dem Arbeitsklima in den Redaktionen (71%).

Foto © Marketagent

Von | 2020-03-31T09:58:41+00:00 30. Januar 2020|